New York - Der seit mehr als zwei Wochen laufende Streik der Hollywood-Autoren berührt jetzt auch Studios in Europa. Das britische Unternehmen Pinewood Shepperton teilte am Donnerstag mit, es habe eine "größere Filmproduktion" stoppen müssen, weil das Drehbuch noch nicht fertig gewesen sei. Gerechnet wird mit drei Millionen Pfund (rund 4,2 Mio Euro) weniger Umsatz im kommenden Jahr. Nach Angaben von "Variety" handelt es sich bei dem Projekt um die Dan-Brown-Verfilmung "Angels and Demons" (Illuminati). Die Fortsetzung des Blockbusters "Da Vinci Code" (Das Sakrileg) sollte in London und Rom hergestellt werden.

Betroffen vom Arbeitskampf der Drehbuchautoren ist auch der Brad Pitt. Der 43-jährige Filmstar stieg nur wenige Tage vor Drehbeginn aus dem Politthriller "State of Play" aus, weil er mit dem Drehbuch nicht zufrieden ist. Das Script konnte wegen des Streiks aber nicht rechtzeitig umgeschrieben werden. Wie der "Hollywood Reporter" am Donnerstag berichtete, sind als Pitt-Nachfolger Johnny Depp oder Russell Crowe im Gespräch. Die Dreharbeiten zu dem Thriller sollten noch im November beginnen.

Insgesamt kostet der Hollywood-Streik Schätzungen zufolge gut 21 Millionen Dollar pro Tag. Hoffnungen richten sich jetzt auf die für Montag, den 26. November, angesetzte neue Verhandlungsrunde. (APA/dpa)