Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat einem Magazinbericht zufolge Interesse am Kauf des Süddeutschen Verlags. Zusammen mit dem früheren Chef der Holtzbrinck-Gruppe, Dieter von Holtzbrinck, wollten die Amerikaner die Mehrheit an dem Verlagshaus übernehmen, das die "Süddeutsche Zeitung" herausgibt, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag im Voraus. Goldman Sachs und Dieter von Holtzbrinck waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Für den Verlag, den vier der sechs Gesellschafter verkaufen wollen, interessieren sich auch bereits traditionsreiche Häuser wie Holtzbrinck, die Essener WAZ-Gruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung"), DuMont Schauberg und der britische Medienkonzern Mecom. Unter den Eignern gibt es Streit über das Verkaufsverfahren. Die Südwestdeutsche Medienholding ("Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten"), die 18,75 Prozent hält, pocht auf ein Vorkaufsrecht.

Eine Entscheidung, wer den Verlag bekomme, sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher der verkaufswilligen Gesellschafter: "Der Prozess ist nach wie vor offen, es ist noch nichts entschieden." Zu möglichen Interessenten für das Blatt wollte er sich nicht äußern. Der Sprecher sagte lediglich, manche Bieter hätten die Buchprüfung bereits abgeschlossen, andere nicht. (APA/Reuters)