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Göteborg, 15. Juni 1958: Brasiliens Stürmer Vava trifft im Fallen zum 2:0 gegen die UDSSR. Pele (hinter Vava) schaut dabei zu. Keeper Jaschin (li) hatte keine Chance.

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Wien - Sie nannten ihn Panther, Spinne oder Krake, aber immer mit Schwarze(r) davor. Schwarz gewandet hütete er sein Tor, und wie er es hütete - 22 Jahre lang für Dynamo Moskau, fast ebenso lange für die UdSSR. "Der beste Torhüter aller Zeiten und Völker" schwärmte Eusebio über Lew Iwanowitsch Jaschin. Was an ihm vorbei gehe, gehe auch am Tor vorbei, hieß es über den Moskauer, der die UdSSR 1960 zum EM-Titel führte.

Dabei wollte der 1929 geborene Jaschin Schachspieler werden. Aber er spielte auch Eishockey, Tennis, Wasserball, und er focht exzellent.

Mitspielen wollte er auch als Goalie immer, der ganze Strafraum war sein Revier, seine Reflexe waren legendär. Mehr als 150 Elfer soll Jaschin gehalten haben, in 78 Länderspielen kassierte er nur 70 Tore. Er ist der bis dato einzige Torhüter, der Europas Fußballer des Jahres wurde (1963). Und er wurde lange nach seinem Tod 1990 zum Welttorhüter des 20. Jahrhunderts gewählt. Auch mit dem modernen Kick hätte ein Jaschin kein Problem gehabt, denn "für Torhüter hat sich nichts geändert. Sie dürfen immer noch kein Tor zulassen." (red)