Kritik an dem jüngsten Eingriff des Regulators am Tarif Kombipaket der Telekom Austria bestehend aus Festnetz, Internet und Mobilfunk hat der stellvertretende Generaldirektor und Festnetzchef Rudolf Fischer geübt. "Diese Regulierung richtet sich eigentlich gegen den Konsumenten", sagte Fischer am Donnerstag gegenüber der APA.

"müssen wir uns überlegen, wie wir die Flucht in die Mobilkommunikation stoppen können"

Die Telekom Austria verliere heute rund 20.000 bis 25.000 Festnetzleitungen pro Monat, sagte Fischer. Zweidrittel davon gingen in die Mobiltelefonie, der Rest an Festnetz-Wettbewerber. Diese Rate sei symptomatisch und im Schnitt der EU-Staaten. Dennoch "müssen wir uns überlegen, wie wir die Flucht in die Mobilkommunikation stoppen können", sagte Fischer. Daher sollte der Regulator nicht Nischenanbieter mit 2.000 Kunden schützen und verlangen, dass diese die Möglichkeit hätten, das gleiche anzubieten.

Regulator

Die Telekom-Control-Kommission (TKK) hat die Tarifstruktur für das Kombipaket für nicht wettbewerbskonform befunden. Auf Druck des Regulators müssen Bestandskunden, die zu dem Tarif wechseln wollen, nun 25,90 Euro zahlen anstatt der von Telekom Austria vorgesehenen 19,90 Euro für alle Kunden, damit Konkurrenten mit dem Angebot mithalten können. (APA)