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Wer auf Beckham setzt, kann richtig schön abcashen.

Foto: APA/AP/Dunham
London - Einen Tag nach der Entlassung von Steve McClaren ist das Rennen um den Teamchef-Posten der englischen Fußball-Nationalmannschaft europaweit voll angelaufen und es gibt auch schon die ersten Absagen: Die Buchmacher-Favoriten Martin O'Neill (Manager von Aston Villa) und Jose Mourinho haben dem englischen Fußball-Verband ihr Desinteresse mitgeteilt.

Liverpool-Trainer Rafael Benitez und der ehemalige Real-Madrid-Coach Fabio Capello haben dagegen bereits Interesse signalisiert. Während sich Capello "im richtigen Alter für dieses attraktive Projekt" sieht, ließ Benitez mit folgender Aussage aufhorchen: "Vielleicht könnte ich Steve McClaren nachfolgen, wenn ich mein Englisch verbessere."

Völlig überrascht, auf der Liste der englischen Kandidaten ganz oben aufzuscheinen, zeigte sich Ex-Teamstürmer Alan Shearer. "Es gibt viele Kandidaten, die besser qualifiziert sind als ich, und die über eine größere Erfahrung verfügen", erklärte der 37-Jährige, der derzeit als Experte bei der BBC tätig ist und eine Trainerausbildung absolviert. "Irgendwann möchte ich Trainer sein, aber ich weiß noch nicht wann." Der ehemalige Newcastle-Angreifer hat in 63 Länderspielen für England 30 Tore erzielt.

Marcello Lippi erklärte der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" (Freitag-Ausgabe) sein Interesse, bezweifelte jedoch, dass er ein Angebot aus England erhalten werde. "Ich habe keinen Anruf bekommen. Sollte er kommen, werden wir sehen. Ich glaube aber nicht, dass es geschehen wird, da ich immer Angebote aus England abgelehnt habe", sagte der 59-Jährige laut "Gazzetta". Zuletzt hatte der Weltmeister-Trainer ein Angebot von Birmingham City abgelehnt. Seit dem WM-Sieg hat Lippi keinen Club mehr trainiert, er tritt im italienischen Fernsehen als TV-Kommentator für Champions-League-Spiele auf.

Und aus Deutschland meldete sich Franz Beckenbauer zu Wort, der den ehemaligen DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann für den geeigneten Kandidaten hält, England nach der Pleite in der EM-Qualifikation wieder an die Spitze zu führen: "Jürgen ist ein Mann, der klare Vorstellungen hat und diese auch gegen Widerstände durchsetzt. Mit ihm kann ich mir einen Neuanfang in England vorstellen", sagte Beckenbauer weiter.(APA/Reuters/dpa)