Bagdad - Bei zwei Anschlägen im Irak sind am Freitag mindestens 26 Menschen getötet worden. Das erste Attentat ereignete sich am Morgen auf einem beliebten Tiermarkt in der Innenstadt von Bagdad. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.

Der Sprengsatz war laut Polizei in einem Tiertransportbox versteckt. Der Markt, auf dem Bauern und Händler Hunde, Katzen, Vögel, Schafe, Ziegen und exotische Tiere wie Schlangen und Affen verkaufen, war in den vergangenen Jahren schon mehrfach das Ziel von Anschlägen.

Wenige Stunden später sprengte sich in der nordirakischen Stadt Mossul ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto an einer Polizeikontrollstelle in die Luft. Er riss drei Polizisten und zehn Zivilpersonen mit in den Tod. Es handelte sich um zwei der schwersten Anschläge der vergangenen Woche.

Der neue polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigte am Freitag in seiner Regierungserklärung an, Polen werde seine zur Unterstützung der USA in den Irak entsandten Truppen im kommenden Jahr wieder abziehen. "Wir haben mehr getan, als unsere Verbündeten - allen voran die USA - von uns erwartet haben", sagte Tusk. Gegen einen schnellen Abzug der polnischen Truppen hat sich allerdings Staatspräsident Lech Kaczynski ausgesprochen, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist und bei Militärmissionen im Ausland das letzte Wort hat. (APA/AP)