Moskau - Die russische Staatsanwaltschaft wirft Vize-Finanzminister Sergej Stortschak nach Angaben seines Anwalts versuchte Unterschlagung von umgerechnet 29 Millionen Euro vor. Stortschak sei mehr als vier Stunden lang vernommen worden, habe bei seinen Aussagen aber jegliche Schuld bestritten, sagte der Anwalt des inhaftierten Politikers, Alexander Petrow, am Freitag. Beobachtern zufolge könnten die Vorwürfe, in der es um algerische Schulden gegenüber Russland geht, vor allem dazu dienen, Finanzminister Alexej Kudrin zu schaden. Kudrins Ministerium erklärte, man bemühe sich um eine Freilassung Stortschaks auf Kaution. Stortschak, ein enger Verbündeter von Kudrin, hat die Verantwortung für einen Stabilisierungsfonds im Volumen von 148 Milliarden Dollar, der von den Extragewinnen der boomenden russischen Ölwirtschaft gespeist wird. Gemeinsam mit Stortschak wurden ein Firmendirektor und ein Moskauer Bankchef in Zusammenhang mit den Vorwürfen inhaftiert. (APA/Reuters)