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Eine Variante: Tokio

Foto: APA/EPA/Andy Rain
Je größer die Kulturunterschiede zum Heimatland, desto schwerer fällt es, sich im Leben vor Ort zu integrieren. Vor allem der Aufbau eines Freundeskreises und die Bewältigung des Alltags bereiten anfangs Schwierigkeiten und können den Kulturschock verstärken. Dennoch kann man durch einige Strategien das Leben im Ausland schöner gestalten.
  • Professionelles Networking auch im Privatleben. Besuchen Sie zu Beginn ihres Auslandseinsatzes so viele Veranstaltungen lokaler Organisationen als möglich (z. B. Außenhandelstelle, Botschaft, Klub der Auslandsösterreicher oder Networking-Organisationen), selbst wenn Sie das zuhause nicht tun würden. Das erleichtert erste Bekanntschaften, ermöglicht Erfahrungsaustausch und verschafft Informationen über das Leben vor Ort.
  • Abenteuergeist. Wehren Sie Vorschläge und Einladungen Ihrer neuen Umgebung nicht mit der Begründung "Das ist nichts für mich" ab. Sie könnten sich so um viele schöne Erlebnisse bringen. Verlassen Sie Ihre gewohnten Pfade, und lassen Sie sich auf die Gepflogenheiten des Gastlandes ein.
  • Interesse am Gastland steigern. Suchen Sie sich ein Hobby (z. B. lokale Sportarten, Antiquitäten oder Kulturangebote), das stark mit dem Leben im Land verbunden ist. So können Sie auch andere Seiten ihres Gastlandes erleben und lernen viele Aspekte der Kultur besser zu verstehen.
  • Bewusste Ruhepausen. Ruhepausen helfen den Kulturschock abzuschwächen. Lassen Sie das Gastland einmal einen Tag vor der Tür, und legen Sie einen Österreichtag ein. Kochen Sie Essen aus der Heimat, und telefonieren Sie ausgiebig nachhause. Österreichisches Fernsehen und Radio gibt es im Internet.
  • Die Landessprache lernen. Es ist in jedem Fall ratsam, die Landessprache zumindest gut genug zu sprechen, um ein Restaurant zu besuchen oder in einem Supermarkt einzukaufen zu können.
  • Tourist in der neuen Heimat. Nützen Sie die touristischen Angebote der neuen Heimat. Buchen Sie regelmäßig Wochenendtrips im lokalen Reisebüro, und verbringen Sie während Ihrer Entsendung mindestens einen Urlaub vor Ort. Der Rückruf in die Heimat kommt meist schneller, als man denkt. (Parissa Haghirian*, DER STANDARD, Printausgabe, 23./24.11.2007)