Illustration: derStandard.at
Copyleft, Creative Commons oder die GNU General Public License sind nur die Highlights jener Schlagwörtern, die das herkömmliche Verständnis von Urheberrechten ins Wanken gebracht und damit in der Kunst- und Kulturarbeit neue Konfliktstellungen hervorgebracht haben. In den vergangenen 15 Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen, die es dem Kultuschaffenden heute erlauben sein geistiges Eigentum als Ware in Umflauf zu bringen und dennoch nicht das Recht darauf zu verwirken.

Heute versteht man unter dem Begriff "Copyleft" zahlreiche unterschiedliche Lizenzvergabesysteme für Software, Musik oder Texte, die alle zum Ziel haben, einen freien Informationsfluss durch Reglementierung von Seiten des eigentlichen Urhebers zu gewährleisten. Dennoch, trotz aller Freiheiten handelt es sich dabei aber weiterhin um extrem dicht verregelte Nutzungsformen von einzelnen Privateigentumsrechten: Die eigentlichen Besitzer der Urheberrechte verwalten diese auch und definieren ihre Nutzung selbstbestimmt, also auf dem umgekehrten Weg als bisher.

Beyond Copyright

Halten die einen noch an einer restriktiven Handhabung mit geistigem Eigentum fest, so sehen andere darin sogar die Bedrohung der künstlerischen Freiheit, da das Zirkulieren, Tranformieren und Weiterspinnen von Ideen und Inhalten durch starke Reglementierungen unmöglich gemacht wird. In diesem Spannungsfeld findet am 27. November eine Diskussion in der Kunsthalle Wien die Diskussion "Beyond Copyright - Welche Zukunft hat die Kunst?" statt. Das Gespräch führen Bettina Leidl (Geschäftsführerin) und Thomas Mießgang (Kurator) mit Christian von Borries (Komponist und Dirigent) und Felix Stalder (Soziologe und Medienwissenschafter). (tha)