München - Rund ein Jahr nach ihrem Tod wird die in Moskau erschossene Journalistin Anna Politkowskaja am Montag (19.00) posthum mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung nimmt der Sohn der Reporterin, Ilja Politkowski, bei einem Festakt in der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) in München entgegen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird Politkowskaja für ihr letztes Werk "Russisches Tagebuch" zugesprochen, in dem sie in erschütternden Beobachtungen die politische Lage Russlands unter Präsident Wladimir Putin sowie Terror in Tschetschenien beschreibt. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury den Mut, die Zivilcourage und die moralische Integrität Politkowskajas. Die Journalistin war am 7. Oktober 2006 im Flur ihres Wohnhauses in Moskau erschossen worden. Die Laudatio beim Festakt zu Ehren Politkowskajas hält der langjährige ZDF-Studioleiter in Moskau, Dirk Sager. Die Schauspielerin Iris Berben liest Auszüge aus dem "Russischen Tagebuch". (APA/dpa)