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Foto: APA/Barbara Gindl
Wien - Wenig beeindruckt von der von allen Seiten als zu hoch beurteilten Forderung der Beamten nach einer vierprozentigen Lohnerhöhung zeigt sich GÖD-Chef Fritz Neugebauer vor der nächsten Verhandlungsrunde am Mittwoch. Er nehme sich vor allem "die Erwartungshaltung der öffentlich Bediensteten zu Herzen", die Forderung sei "wohlbegründet". Dass selbst sein Parteichef, ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer, die vier Prozent als "überzogen" bezeichnet hatte, quittierte Neugebauer am Montag in einer Pressekonferenz mit der Bemerkung: "Ich verhandle nicht mit dem Parteichef, da verhandelt die GÖD mit dem Arbeitgeber Bund".

Die Forderung liege nun am Tisch, dass er noch keine Antwort erhalten habe, sei "seltsam". "Eine Verhandlung ist ein Gespräch, aber wenn die andere Seite stumm bleibt, hat das für das Gespräch relativ wenig Mehrwert", so Neugebauer, der hofft, dass sich "die andere Seite nicht nur über die Medien äußert, sondern auch konkrete Vorstellungen hat". Befragt, ob er schon - wie von ihm angekündigt, mit Bundes- und Vizekanzler gesprochen habe, meinte Neugebauer nur: "Das Telefon ist erfunden."

Gusenbauer: "Über das Ziel hinausgeschossen"

Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer lehnte die Gehaltsforderungen der Beamten in einem Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe) ab. "Ich glaube, die Beamtengewerkschaft weiß selbst, dass sie da etwas über das Ziel hinausgeschossen hat", sagte er.(APA)