Berlin - Die deutsche Regierung will das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit stärken. Deutschlands Familienministerin Ursula von der Leyen startete dazu am Montag mit der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer und Staatssekretär Peter Altmaier aus dem deutschen Innenministerium die Initiative "Orte der Vielfalt".

Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 möglichst viele Kommunen und Akteure der Zivilgesellschaft für den Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu gewinnen. Die Erfahrung zeige, wie wichtig das Engagement der Verantwortlichen an Ort und Stelle sei, sagte von der Leyen. "Das kann der ehrenamtliche Bürgermeister, der Unternehmer im Ort, der Feuerwehrchef oder auch der Trainer der Jugendfußballer sein."

Die mehr als 12.000 Kommunen sind aufgerufen, sich sichtbar zur Vielfalt zu bekennen. Hat eine Kommune die entsprechende Erklärung unterzeichnet, wird sie in einer Deutschland-Karte auf der entsprechenden Webseite farbig markiert. Besonders engagierte Kommunen können sich auch um die Auszeichnung "Ort der Vielfalt" auf dem Ortsschild bewerben. Paten der Aktion sind unter anderem Vertreter der Frauen- und der Männer-Fußballnationalmannschaft. (APA)