Jerusalem/Wien - Die israelische Armee hat am Montag im Gazastreifen drei Aktivisten der radikalislamischen Hamas getötet. Wie die israelische Zeitung "Haaretz" in ihrer Online-Ausgabe weiter berichtete, handelte es sich um zwei verschiedene Vorfälle.

In einem Fall feuerte die israelische Luftwaffe Raketen auf eine Granatwerferstellung in Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen. Dabei wurde ein Kämpfer getötet und ein weiterer verletzt. Ein Armeesprecher sagte, dass die Kämpfer kurz zuvor Granaten auf israelisches Gebiet gefeuert hätten. Die meisten Raketen und Granatangriffe auf Israel gehen vom Norden des Gazastreifens aus.

Zwei Tote an Grenzübergang

Die Hamas, die den Gazastreifen unter ihrer Kontrolle hat, gab laut "Haaretz" an, dass es sich bei den betroffenen Kämpfern um Mitglieder ihrer Bewegung gehandelt habe.

Bei einem zweiten Vorfall nahe dem Grenzübergang Erez wurden zwei palästinensische Kämpfer von israelischen Soldaten erschossen. Sie waren verdächtigt worden, einen gegen die Armee gerichteten Sprengsatz vorbereitet zu haben.

Israel hat seine Sicherheitskräfte in erhöhten Alarmzustand versetzt, weil es fürchtet, die Hamas und andere radikale Palästinensergruppen könnten versuchen, durch spektakuläre und blutige Anschläge die Nahost-Konferenz in Annapolis zu torpedieren.

Am Wochenende hatten israelische Soldaten zwei Palästinenser erschossen, die zu nahe an den Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen herangekommen waren. (APA)