Washington - Die Nahostkonferenz in den USA kann nach Ansicht des saudi-arabischen Außenministers Prinz Saud al-Faisal den Weg zu einem Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt ebnen. Eine Ursache für seinen Optimismus sei "das Gefühl der Entschlossenheit der USA", sagte Faisal in einem am Montag veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Time". Frieden in Nahost sei ohne eine "völlige und direkte Einbindung der USA unmöglich", so der Außenminister. Die Nahost-Region stehe nun vor einem Wendepunkt. Denn bei einem Scheitern der derzeitigen Bemühungen werde der "nächste Konflikt sehr gefährlich".

Wende

Israelis und Palästinenser werden nach Ansicht des saudi-arabischen Politikers "alleine zu keiner Übereinkunft kommen", dies belegten die Erfahrungen der vergangenen 60 Jahre. Wenn sich die USA aber weiter ernsthaft und intensiv für eine Lösung des Konflikts engagierten, könnte dies die Wende bringen, sagte Faisal. Israel müsse sich nun für eine politische Umkehr entscheiden, nachdem es 60 Jahre lang seine Politik auf militärische Macht gegründet habe. Dabei sei Israel einem Frieden keinen Schritt näher gekommen.

Die US-Regierung hatte besonders großen Wert auf die Teilnahme des saudischen Außenministers in Annapolis (US-Staat Maryland) gelegt, weil damit erstmals ein hochrangiger saudischer Politiker bei einer Nahostkonferenz mit israelischer Beteiligung auftritt. An der Konferenz nehmen 48 Staaten und Organisationen teil. (APA/dpa)