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Henrik Larsson

Foto: APA/AP/Stringer
Wien - Henrik Larsson hat das Toreschießen im Blut. Dass es der schwedische Ausnahmestürmer auch mit 36 Jahren noch kann, stellt Larsson derzeit bei Helsingborgs IF unter Beweis. Auch im UEFA Cup, wo das nächste Opfer des 93-fachen Teamspielers (36 Tore) und ehemaligen Kickers von Feyenoord Rotterdam, Celtic Glasgow, FC Barcelona und Manchester United am Donnerstag die Wiener Austria werden soll.

"Wir haben eine tolle Gelegenheit. Und wir sind alle wild entschlossen, diese Gelegenheit nicht auszulassen", meinte Larsson, der mit Helsingborg mit einem Sieg am 3. Spieltag der Gruppe H über die Wiener bereits den Aufstieg in die K.o.-Phase (Runde der letzten 32 Teams) fixieren würde. Das ist natürlich nicht zuletzt der Verdienst von Larsson.

Sieben Treffer

In der ersten Quali-Runde gegen FC Narva Trans (Gesamtscore 9:0) steuerte "Henke" zwei Treffer bei, in der zweiten Quali-Runde gegen Drogheda United FC (4:1) einen und in der ersten Hauptrunde gegen den Thomas-Prager-Club Heerenveen (8:6) drei. In den ersten beiden Gruppenspielen daheim gegen Panionios Athen (1:1) und auswärts gegen Galatasaray Istanbul (3:2) traf der gebürtige Helsingborger dann jeweils einmal. Das ergibt unterm Strich bereits sieben Treffer. Und das im Spätherbst seiner Karriere.

Dabei hatte sich Larsson im Alter von 21 Jahren eigentlich schon damit abgefunden gehabt, seinen Traum vom Profi-Fußballer doch nicht verwirklichen zu können. Larsson hatte sich bereits auf ein vergleichsweise ruhiges Leben mit seiner im Alter von 19 Jahren kennengelernten Herzdame Magdalena eingestellt, ehe der Zweitligist Helsingborg anklopfte. Larsson sagte zu und schoss den Club mit 34 Treffern ins schwedische Oberhaus. Danach stand Larsson kurz vor der Vertragsunterzeichnung bei den Grasshoppers Zürich, wechselte aber 1993 zu Feyenoord Rotterdam, wo er nicht nur aufgrund seiner Dreadlocks-Frisur für Furore sorgte.

Celtic Glasgow-Legende

Nach vier Jahren in den Niederlanden ging es zu Celtic Glasgow, wo er in sieben Jahren sämtliche Torrekorde sprengte, u.a. viermal Meister und Torschützenkönig wurde, das UEFA-Cup-Finale 2003 erreichte und 2001 sogar den "Goldenen Schuh" für Europas besten Torjäger holte. Dank 53 Saison-Toren in sämtlichen Bewerben. Ab 2004 spielte Larsson beim FC Barcelona, wo er nicht wirklich zum Stammpersonal gehörte, jedoch eine Schlüsselrolle beim Gewinn der Champions League 2006 spielte. Im Finale gegen Arsenal wurde Larsson beim Stand von 0:1 eingewechselt und bereitete dann beide Barca-Treffer zum 2:1-Sieg vor.

Nach der WM 2006, seinem fünften Großereignis, trat Larsson, der von Schwedens Verband mehrmals aus der "Team-Pension" zurückgeholt worden war, endgültig aus dem Nationalteam zurück und wechselte zu seinem Heimatverein Helsingborgs IF. Doch noch einmal klopfte ein großer Verein an: Manchester United lieh den Altstar von Jänner bis März 2007 aus und ManU-Manager Alex Ferguson hätte den Kontrakt auch liebend gerne verlängert. Doch Larsson hatte Helsingborg und seiner Familie das Versprechen gegeben, im März wieder zurückzukehren und hielt dieses auch. (APA)