Kaum war das iPhone von Apple im Handel, schon gab es die ersten Warnungen vor möglichen Viren. Die Experten der IT-Sicherheitsfirma G Data kamen bei der Untersuchung der Risiken für das iPhone und Symbian-Smartphones nach eigenen Angaben zu dem Ergebnis, dass die möglichen Gefahren doch verschwindend gering sind. "Zum jetzigen Zeitpunkt von einer realen Gefahr zu sprechen, halten wir für marktpolitisch begründete Panikmache", erklärte G-Data-Vorstand Dirk Hochstrate.

Einschränkend

Für die Malware-Industrie seien Smartphones de facto keine lohnenden Ziele, erklärte G Data. Für Symbian, die am meisten verbreitete Smartphone-Plattform, konnten die G-Data-Experten in den vergangenen zwölf Monaten nicht mehr als 23 neue Schadprogramme ausmachen. Für die Entdeckung der gleichen Anzahl Windows-basierter Schädlinge vergehen gerade einmal 2,5 Stunden.

Einnahmen>

Online-Kriminelle seien zwar immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen, Smartphones seien aber nach Einschätzung von G Data weiterhin nicht lukrativ genug. Der Aufwand für professionelle Malware-Autoren stehe in keinem Verhältnis zu möglichen Gewinnen. Das Unternehmen verweist dabei auch auf die sinkende Zahl von Viren für Smartphones: Nach 145 im Jahr 2005 waren es 2006 nur noch 73 und in diesem Jahr erst 23, zu erwarten seien höchstens 26. (APA)