Im August ist Funny van Dannens zehntes Album "Trotzdem Danke" erschienen

Foto: Funny van Dannen
Er hat Erfolg und keine Matura, vier Kinder und keine Band, dafür eine Gitarre, zufrieden stellende Deckungsbeiträge und Interviewstress, immer aber auch einen unzerstörbaren Drall zur dunklen Seite im Knallbunten, das er als Maler, Texter und Sänger bis zur Penetranz versprüht: Funny van Dannen.

Nun kommt der geniale Meister der kritischen Alltäglichkeit wieder nach Wien, um die vom Schweiß der Arbeit und dem Urin der nächtlichen Demonstration geehrten Mauern der Arena im dritten Bezirk mit seiner aktuellen musikalische Verwurstung des abgegriffenen Lagerfeuer-Liederbands zu beflecken. Klar ist das alles uncool. Ein Liedermacher, der für die saubere Romantik zu zynisch und für die dreckige Rabaukerei zu romantisch ist, bietet der breiten Masse wenig Haftungsfläche. Aber am Ende der Kühlkette hat jeder Punk hat einmal Darmgrippe.

Trotzdem Danke

So wird beim letzten Studioalbum, das mit dem Vorgänger "Nebelmaschine" und den üblichen Glanzleuchtereien nicht ganz mithalten kann, die Entschuldigung auch gleich mitgereicht: "Trotzdem Danke" ist der Titel der Platte und der Tour, die dem Publikum wieder grandiose, heitere, dem Sänger angeheiterte Stunden verschaffen wird. Wir garantieren. (mas, derStandard.at, 27.11.2007)