Wien - Nachdem 75 öffentlichen Würfeluhren in Wien wegen Geldmangels der Bezirke das Aus drohte, springt die Wiener Städtische als Sponsor ein. Die Versicherung zahlt 550.000 Euro für die Renovierung der altersschwachen Uhren und darf dafür zehn Jahre die Zifferblätter mit ihrem Logo schmücken. Präsentiert wurde das neue Design am Mittwoch von Bürgermeister Michael Häupl.

Logo auf den Uhren

Die Zeiger sind nun schlanker, mit dickem Ende. Auch die Striche des Ziffernblattes sind deutlich schmaler geraten. Dafür prangt das Versicherungslogo nun in der Mitte der rund einen Meter großen Uhren. Häupl wählte einen pragmatischen Zugang zur neuen Ästhetik: "Ich finde es vor allem deshalb gut, weil die Stadt nicht mehr dafür zahlt."

Die für den Austausch eigentlich zuständigen Bezirke hatten Anfang des Jahres Budgetbedenken angemeldet, weshalb einigen Traditionsuhren die ersatzlose Entfernung drohte. Diese Gefahr ist nun mit dem neuen Mäzen abgewendet, auch wenn die Bezirke weiter für laufende Wartungsarbeiten aufkommen müssen.

Die Erneuerungsarbeiten an den Uhrwürfeln wurden notwendig, da die verwendete Technik (Funk-Uhrwerke der Type Haupt) älter als 15 Jahre ist. Ersatzteile können demnach nicht mehr angekauft werden, weshalb die Systeme an neue Technologien angepasst werden müssen. Künftig empfangen die Uhren ihre Zeit via GPS-Signal.

Kritik

Rund um die Uhr hatte es allerdings Kritik der Grünen gegeben, welche die Zahlungen der Wiener Städtischen als zu gering bemängelten und das Kontrollamt einschalteten. So zahlt das Unternehmen pro Uhr und Jahr 733,33 Euro für die Werbung. (APA)