Johannesburg - Nach dem Mord an Ex-Fußballprofi Peter Burgstaller in der Nähe von Durban hat Südafrikas Polizei vier Verdächtige festgenommen. Zwei Männer mussten am Donnerstag vor Gericht erscheinen. Ein 25-jähriger Mann und sein 21 Jahre alter Bruder sind angeklagt, Burgstaller am Selborne-Estate-Golfplatz in Pennington erschossen und ausgeraubt zu haben,bestätigte auch Polizei-Sprecherin Zandra Hechter. Als Motiv für die Ermordung nannte Hechter am Donnerstag Raub.

Entgegen früherer Angaben wurde angegeben, dass der Schlüssel zu Burgstallers Hotelzimmer neben seiner Leiche gefunden und seine Hosentaschen nach außen gekehrt waren. Aus dem Hotelzimmer wurde laut Polizei-Sprecherin Hechter nichts entfernt. Das Handy des Opfers, das vermisst wurde, sei bei zwei Verdächtigen gefunden worden. Andere Wertgegenstände, die dem Opfer gehört haben könnten, müssen erst offiziell als Besitztümer Burgstallers identifiziert werden.

Zwei der Männer hatten Dinge in ihrem Besitz, die wahrscheinlich dem Toten gehörten. Der dritte Mann ist bereits am Samstag wegen Verdachts auf illegalen Waffenbesitz festgenommen worden. Experten prüfen zur Zeit, ob es sich bei der Pistole um die Tatwaffe handelt. Die Waffe soll in der Nähe des Golfhotel-Geländes sichergestellt worden sein.

Wenige Stunden vor der weltweit übertragenen Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in Durban, wurde der ehemalige Torwart kurz nach dem Einchecken auf dem Golfplatz durch einen Schuss in die Brust getötet. Der Tod des Oberösterreichers machte auf die prekäre Sicherheitslage im künftigen Gastland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 aufmerksam.

Sicherheitsanlagen

John Lamola, der Geschäftsführer des Anwesens Selborne Estate erklärte, dass die Sicherheitsanlagen erst im Oktober überprüt worden sind. Drei Wachmänner würden jede Stunde einen Rundgang durch den Golfplatz machen. Es sei ihm rätselhaft, warum der Alarm beim Übertreten der Schranken nicht losgegangen war. Unter den Verdächtigen seien nach Lamolas Wissen keine seiner Angestellten. Lamola räumte aber ein, dass ein ehemaliger Mitarbeiter in die Tat involviert sein könnte.

Burgstallers Angehörige haben die Leichte in Durban identifiziert. Über die Überführung des Toten könne jedoch erst entschieden werden, wenn die Obduktionsergebnisse vorliegen.(APA)