Für PISA wurden im April und Mai 2006 in Österreich rund 5.000 Schüler des Jahrgangs 1990 getestet. Gelöst werden mussten in den drei Testkategorien Lesen, Mathe und Naturwissenschaften sowohl Multiple-Choice-Aufgaben als auch kurze sowie komplexe offene Aufgaben. Ähnlich lief es bei der von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) durchgeführten PIRLS-Studie, für die im gleichen Zeitraum rund 4.500 Kinder in der vierten Klasse Volksschule im Lesen getestet wurden. Auch sie mussten Multiple-Choice- und offene Aufgaben lösen.

Keine Vergleichsdaten für PIRLS

Unterschiede zwischen PISA und PIRLS (abgesehen vom Alter der Getesteten): Bei PISA werden Jugendliche eine Altersjahrgangs (diesmal: 1990) unabhängig vom Schultyp getestet, bei PIRLS nur Kinder einer Schulstufe (immer 4. Klasse Volksschule). Weiters gibt es bei PISA drei Disziplinen (Lesen, Mathe, Naturwissenschaften), bei PIRLS nur eine (Lesen), außerdem werden bei PIRLS ganze Klassen getestet, bei PISA dagegen nur höchstens 35 zufällig ausgewählte Schüler einer Schule. Für PIRLS gibt es im Unterschied zu PISA noch keine Vergleichsdaten, da Österreich zum ersten Mal teilgenommen hat. Das Projektzentrum für Vergleichende Bildungsforschung hat beide Studien für Österreich koordiniert.(apa/red)