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Foto: Kay Nietfeld dpa/lno
Microsoft -Chef Bill Gates zeigte sich im optimistisch als er 2004 erklärte, dass Spam spätestens 2006 kein Problem mehr darstellen werde. Diese Prognose sollte sich leide nicht erfüllen; doch nun meldet sich auch Google zur Problematik zu Wort und vermeldete eine Trendwende.

Erstmals kein Anstieg

Aus Sicht von Brad Taylor, Software-Entwickler bei Google, sei man derzeit an einem neuen Punkt angelangt: erstmals stagniere der Spam-Versand, es sei sogar ein Rücklauf zu erkennen. Bis dato war der weltweite Spam-Versand stets angewachsen.

Keine Zahlen

Google nannte keine Zahlen, vermeldete aber, dass die Spams, die man über GMail beobachten konnte, im Laufe des Jahres nicht angewachsen sind. Daraus lasse sich ableiten, dass einige Spammer bereits aufgegeben hätten beziehungsweise auch die Spamfilter besser funktionieren würden.

Seit 1994

Brad Taylor war vor seiner Zeit bei Google bei einer Anti-Spam-Firma tätig und hat 1994 sein erstes Spam-Mail erhalten, so CNet. Daher würden seine Aussagen auch eine gewisse Relevanz aufweisen. Sein Job ist es, den Spammer das Leben möglichst schwer zu machen. Im Interview mit dem US-Magazin meinte Taylor: "Es macht Spaß sich mit den Spammer zu messen. Manchmal denke ich mir dabei, wow, der Typ ist echt clever."

Ein sehr kleiner Anstieg

Auch David Daniels, Vizepräsident von Jupiter Research, sieht erstmals kein Wachstum im Bereich Spam. "In den kommenden drei Jahren werden wir auf gleichbleibendem Niveau bleiben. Unsere Prognosen gehen davon aus, dass von den durchschnittlich 4.351 Spam-Mitteilungen die ein/e UserIn derzeit erhält, nur ein Anstieg auf etwa 4.403 Spam-Mails bis 2010 zu verzeichnen sein wird." Auch Daniels sieht die Provider immer besser gerüstet und deren Filtersysteme wesentlich effizienter.(red)