Wien - Mit zwei neuen Modellen will die GM-Tochter Cadillac nun auch hierzulande stärker Fuß fassen. Vor vier Jahren habe man mit dem Neuaufbau der Marke in Europa begonnen, bis dieser greife, "wird es aber noch einige Zeit dauern", erklärte Gerard Jansen, Managing Director von Cadillac Europe, bei der Präsentation der neuen Modelle CTS und BLS Wagon heute, Donnerstag, in Wien. Wachsen sollen in diesem Zusammenhang vor allem die Händlernetze.

In Österreich will der Autobauer bis Ende 2009 die Zahl der Händler von derzeit drei auf sechs verdoppeln, sagte der für den heimischen und den deutschen Markt zuständige Communications Manager Manfred Daun im Gespräch mit der APA. Derzeit schaue man sich "intensiv" nach neuen Vertriebspartnern in Innsbruck, Graz und Salzburg um. Konkret setzt die GM-Marke vor allem auf die BLS-Modelle und den nur in Europa erhältlichen Wagon (mit einer für einen Cadillac "moderaten" Außenlänge von 4,72 Metern), der den ersten Kombi in der 105-jährigen Geschichte darstellt.

Laut Daten der Statistik Austria konnte Cadillac 2006 in der Alpenrepublik lediglich 38 Fahrzeuge absetzen, von Jänner bis Oktober 2007 waren es immerhin schon 78. Auf Prognosen wollte sich Daun zwar nicht einlassen, 100 verkaufte Einheiten im Gesamtjahr scheinen aber durchaus möglich.

In Europa ist Cadillac zurzeit mit rund 180 Händlern in 27 Ländern vertreten. An eine Ausweitung der Verkaufsstandorte denkt man auch in Deutschland, dort soll die Zahl von derzeit 27 bis Ende 2009 auf 50 ebenfalls nahezu verdoppelt werden. Um erfolgreich zu sein, bringt Cadillac nun vor allem neue Dieselmotoren auf den europäischen Markt. Der Autobauer erwartet, dass immerhin 45 Prozent aller verkauften Pkw auf den BLS entfallen und davon wiederum 65 Prozent auf Dieselmotoren, so Director Jansen. Aber auch mit Bioethanol betriebene Fahrzeuge ("Flexpower") sollen in Hinkunft verstärkt Käufer finden, hofft man bei Cadillac. (APA)