Chicago - US-Forschern gelang es, die Haut von Mäusen durch genetische Manipulation innerhalb von zwei Wochen zu verjüngen. Dazu züchteten sie Mäuse mit einem schadhaften Gen, das "ausgeschaltet" wurde. Obwohl die Methode noch lange nicht auf Menschen übertragen werden kann, birgt sie doch die Hoffnung, dass mit ihr eines Tages altersbedingte Krankheiten und Verletzungen geheilt werden können.

"Frühere Arbeiten zeigten, dass drastische Maßnahmen wie eine Hungerkur oder die Koppelung von alten mit jungen Tieren den Alterungsprozess umkehren können", sagte der Leiter des Forscherteams, Howard Chang von der Stanford Universität in Kalifornien. "Wir haben gezeigt, dass die Alterung einer Maus durch das Ausschalten eines einzigen Gens umgedreht werden kann", sagte Chang. Damit sei bewiesen, dass Altern nicht nur eine Folge der Abnutzung des Organismus sei, sondern "auch die Folge eines ständig aktiven genetischen Programms, das zur Verbesserung der Gesundheit ausgeschaltet werden kann".

Methode

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. An den genetisch manipulierten Mäusen arbeiteten die Forscher mit einer Salbe, die auf Teile des Körpers aufgetragen wurde und Wirkstoffe enthielt, die zusammen mit dem blockierten Gen den Alterungsprozess rückgängig machte. Bei den Mäusen konnten die Wissenschaftler das Gen im übrigen in ausgewählten Teilen des Organismus ausschalten. Dieses Vorgehen sei entscheidend, warnte Chang, da das Altersgen NF-eB auch für das Immunsystem und andere Zellfunktionen zuständig sei. Würde es komplett ausgeschaltet, drohe der Patient zu sterben.

"Ich hoffe nur nicht, dass mich jetzt jede Menge Leute anrufen, um ihr Gesicht von mir verjüngen zu lassen", ließ Chang jegliche kurzfristige Hoffnung auf ewige Jugend platzen. Die Studie soll am 15. Dezember in der Fachzeitschrift "Genes and Development" erscheinen. (APA)