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Technische Hilfsmittel erleichtern das Arbeitsleben nicht immer

Foto: AP/Mike Derer
Rom - Immer mehr Italiener leiden unter "Technostress", ergab eine dieser Tage veröffentlichte Studie des Experten Enzo Di Frenna. Allein mit Lesen und Beantworten von E-Mails würden die Befragten mehrere Stunden am Tag verbringen. 80 Prozent der Befragten fühlten sich wegen einer Überdosis an Technologie schwer gestresst. Unterschätzte Folgen

Es handle sich um Menschen, die zwischen neun und zwölf Stunden am Tag am Computer verbringen, so Di Frenna. Er interviewte Hunderte von Arbeitnehmern, die den ganzen Tag vor dem Bildschirm verbringen und ständig online sind.

Verzettelung, Konzentrationsprobleme und sinkende Arbeitsleistungen seien die sichtbarsten Erscheinungen des Technostress. Der Experte warnte, dass die Unternehmen die Gesundheitsrisiken und die Kosten unterschätzen, die damit auftreten können.

Ältere Beschäftigte

Laut einer Umfrage in den USA sind ältere Beschäftigte aber weniger anfällig für Stress als ihre jüngeren Kollegen. Hinweise darauf liefert eine repräsentative Umfrage unter Menschen ab 53 Jahren in den USA. Dabei schätzten sich die Befragten generell als überraschend wenig stressbelastet ein, wie die Wissenschaftler der Universität von Michigan auf einer Gerontologen-Tagung in San Francisco berichteten.

Knapp die Hälfte der Befragten nannte Zeitdruck als Ursache von Stress bei der Arbeit. Lediglich 19 Prozent beklagten sich über die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes. Nur jeder siebente Befragte gab an, dass seine Arbeit oft das Privatleben beeinträchtige. Die Forscher führen dies unter anderem darauf zurück, dass bei meisten älteren Befragten mit Familie die Kinder schon erwachsen sind. Die Studie zeigte auch, dass zufriedene Beschäftigte weniger Gesundheitsprobleme haben als stressgeplagte Mitarbeiter. (APA/AP/red)