Colombo - Bei schweren Kämpfen zwischen tamilischen Rebellen und der Armee sind im Norden Sri Lankas mindestens 60 Aufständische und fünf Soldaten ums Leben gekommen. Das Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, die Sicherheitskräfte hätten am Samstag in den rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo gelegenen Regionen Mannar und Vavuniya sowie auf der Halbinsel Jaffna zahlreiche Stellungen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) angegriffen.

Waffenstillstandsabkommen

Dabei seien zudem mehr als 80 LTTE-Kämpfer sowie 35 Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden. Den Angaben zufolge wurden viele Regierungssoldaten durch Landminen verletzt, die von den Rebellen zur Sicherung ihrer Stellungen eingesetzt werden.

Offiziell gilt zwischen Regierung und LTTE seit Anfang 2002 ein Waffenstillstandsabkommen, das jedoch von keiner der beiden Konfliktparteien mehr beachtet wird. Erst vor wenigen Tagen hatte LTTE-Chef V. Prabhakaran angekündigt, seine Organisation werde den Kampf für die Unabhängigkeit der tamilischen Minderheit und einen eigenen Staat fortsetzen. (APA/dpa)