Moskau - Der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Marc Perrin de Brichambaut, hat am Sonntag erklärt, die Vorgangsweise Moskaus im Zusammenhang mit dem Streit um die Einreiseverweigerung von OSZE-Wahlbeobachtern sei "beispiellos". Der OSZE-Generalsekretär deutete an, die Zukunft der Organisation könnte infrage gestellt sein, wenn nicht alle Mitglieder sich gleichermaßen an gemeinsame Werte hielten.Opposition und NGOs berichteten indes von schweren Unregelmäßigkeiten bei den russischen Parlamentswahlen am Sonntag. Die Partei des Präsidenten werde ungeniert bevorzugt. Die russische Analystin Lilija Schewzowa erwartet im Standard-Interview, dass Putin zu einem nationalen Führer ohne Amt avancieren könnte. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 3.12.2007)