Salzburg - Entspannung und Erleichterung was Sicherheitsfragen und Verkehrsprobleme angeht, ein klein wenig Enttäuschung bei den Touristikern, nicht den ganz großen Fisch an Land gezogen zu haben - so kann man die Stimmung an der Salzach unmittelbar nach der Gruppenauslosung für die EURO 2008 im kommenden Juni zusammenfassen. "Eine Europameisterschaft unter Freunden", erwarten sich Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP) und Bürgermeister Heinz Schaden (SP).

Mit Griechenland, Russland, Schweden und Spanien gastieren Nationen in Salzburg, deren Fans nach dem internen Sicherheitskonzept des Veranstaltungsbüros als wenig problematisch gelten. Auch die Zuschauerströme dieser "Variante III" werden als vergleichsweise leicht handhabbar eingestuft: Bei einer Gruppenzuteilung mit Deutschland war man im EURO-2008-Planungsbüro allein von 56.000 deutschen Fans in der Woche vom 10. bis zum 18. Juni ausgegangen. Auf diese Zahl dürften Griechen, Schweden und Spanier nun gemeinsam kommen.

Da ein großer Teil der Zuschauer aus diesen vier Nationen mit dem Flugzeug anreisen wird, sollten auch die Verkehrsströme bewältigbar sein. Sonderaktionen wie etwa ein temporärer Campingplatz am Salzburgring dürften, wenn überhaupt, nur in kleinem Rahmen notwendig werden.

Dass die Gruppe D die Fans nicht in der Größenordnung von Nationen wie Deutschland, Polen und Italien nach Salzburg bringen wird, stutzt die Umsatzerwartungen der Touristiker etwas. Zum Ausgleich kommt aber immerhin Titelverteidiger Griechenland, entsprechendes Medieninteresse inklusive. Der amtierende Europameister ist für Bürgermeister Schaden jedenfalls ein "Traumlos". (Thomas Neuhold, DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 3. Dezember 2007)