Colombo - Die Kämpfe zwischen Soldaten und tamilischen Rebellen im Norden Sri Lankas halten unvermindert an. Beim Einsatz von Schusswaffen, Mörsern und Artillerie wurden am Montag in den Bezirken Mannar und Vavuniya mindestens 37 Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) sowie sechs Soldaten getötet, wie die Streitkräfte mitteilten. In derselben Gegend waren am Wochenende mehr als 60 Menschen, ebenfalls überwiegend Rebellen, bei Gefechten ums Leben gekommen.

In einem Wohnhaus der Hauptstadt Colombo, in dem viele Parlamentsabgeordnete leben, wurde am Montag ein riesiger Sprengsatz entdeckt und rechtzeitig entschärft. In der vergangenen Woche wurden bei Bombenanschlägen mehr als 20 Zivilpersonen in den Tod gerissen. Auch hierfür wurden tamilische Rebellen verantwortlich gemacht. Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden der Insel Ceylon.

Der Bürgerkrieg hat schon mehr als 70.000 Menschen das Leben gekostet. Ein 2002 geschlossener Waffenstillstand brach im Dezember 2005 de facto zusammen. (APA)