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Jedes Jahr im Dezember sorgen die Geminiden für ein nächtliches Himmels-Feuerwerk.

Foto: APA/EPA/Nasa
Wien - In den Nächten um den 14. Dezember sollte sich ein Blick Richtung Himmel besonders bezahlt machen. Halbwegs klares Wetter vorausgesetzt, erwarten Astronomen für die Sternschnuppenschwärme der Geminiden rund 100 Meteorerscheinungen pro Stunde.

Phaetons Trümmerschweif

Der Meteorschauer der Geminiden wird von Phaeton verursacht. Einst war er ein stattlicher Komet mit Eis- und Staubhülle. Diese Außenschichten, welche für die teils eindrucksvollen Erscheinungen von Kometen verantwortlich sind, sind aber längst verloren gegangen. Übrig geblieben ist der feste Kern des Phaeton, der nach wie vor als Kleinplanet seine Bahn um die Sonne zieht. Jedes Mal wenn die Erde die Bahn des Phaeton und seine Trümmerspur kreuzt, geraten kleine und kleinste Partikel in die Erdatmosphäre. Sie verglühen durch die Reibung und wir sehen sie als Sternschnuppen.

Spektakulärer Meteorschauer

Der Geminiden alljährlich Mitte Dezember zählen zu den spektakulärsten Meteorschauern. Die Leuchterscheinungen sind am ganzen Firmament möglich. Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien erwartet für den Höhepunkt am 14. Dezember bis zu 100 Leuchterscheinungen pro Stunde. Die besten Chancen auf Sichtungen hat man dabei kurz vor oder während der Morgendämmerung.

Am 14. Dezember ab 20.00 Uhr gibt es im Freiluftplanetarium Sterngarten, Georgenberg in Wien-Mauer eine Sonderführung zu den Geminiden. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung in der benachbarten Wotruba-Kirche statt. Der nächtliche Himmel wird dann im Computer erzeugt und auf Leinwand projiziert. (APA/red)