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Rings um den Virunga Nationalpark, der Heimat der bedrohten Berggorillas, wurden im Rahmen des Aufforstungs-Projekts rund zehn Millionen Bäume gepflanzt.

Foto: AP/Riccardo Gangale
Frankfurt - Rings um den Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat der WWF zehn Millionen Bäume gepflanzt. Das Gebiet gilt als wichtiger Lebensraum der bedrohten Berggorillas und liegt in einer politisch instabilen Region, in der es häufig zu bewaffneten Konflikten kommt. Das 1987 begonnene Aufforstungsprojekt soll verhindern, dass die Menschen der umliegenden Dörfer im Nationalpark illegal Bäume schlagen, berichtete die Umweltorganisation.

"Die WWF-Plantagen liegen wie Schutzgürtel um den Nationalpark", erläutert Stefan Ziegler vom WWF. "Sie geben den Menschen Arbeit und das dringend benötigte Brennholz und sichern den Lebensraum der Menschenaffen." Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der EU fortgesetzt. In den nächsten fünf Jahren sollen 2.000 Hektar Wald gepflanzt werden.

Wichtigster Energielieferant

Holz ist der wichtigste Energielieferant in der Demokratischen Republik Kongo. Nach WWF-Untersuchungen werden allein in Goma, der größten Stadt im Osten des Landes nahe dem Nationalpark, mehr als 500.000 Kubikmeter Feuerholz jährlich verbraucht. 97 Prozent der Haushalte dort sind ohne Strom und zum Kochen auf Holz oder Holzkohle angewiesen.

Am Rande des Nationalparks, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, leben mittlerweile 300.000 Flüchtlinge in Übergangslagern. "Nur so können wir kurzfristig verhindern, dass die Menschen ins Schutzgebiet eindringen und sich ihr Brennholz selbst beschaffen." (APA/red)