Wien - Der ÖGB wird gegen das am Dienstag bekanntgewordene Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien in Sachen Pensionszuschüsse Berufung einlegen. Der Gewerkschaftsbund wurde zur Weiterzahlung der gestrichenen Pensionszuschüsse an die Klägerin, Ex-Zentralbetriebsrätin Helga Seeliger, verurteilt. Der ÖGB äußerte in einer Aussendung am Dienstag Unverständnis darüber, dass "mit den zwölf Pensionisten, die auf die Auszahlung der Betriebspensionen in voller Höhe bestehen", bis jetzt keine außergerichtliche Einigung zu Stande gekommen sei.

Der Gewerkschaftsbund hatte im Frühjahr die Zahlungen an die ehemaligen Bediensteten mit der Begründung eingestellt, sich diese nicht mehr leisten zu können. Stattdessen wurde ihnen eine einmalige Abfertigungszahlung angeboten.

In seiner heutigen Stellungnahme wies der Gewerkschaftsbund darauf hin, dass 1.350 Anspruchsberechtigte das Abfertigungsangebot des ÖGB akzeptiert hätten und damit "einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, dass der ÖGB Rückstellungen auflösen und eine Bilanz erstellen konnte". (APA)