Wien - Die Gehälter für die rund 75.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich werden ab 1. Jänner um 3 Prozent angehoben. Darauf haben sich die Kollektivvertragspartner nach schwierigen Verhandlungen in der vierten Runde heute um 2.00 Uhr nachts geeinigt. Die Zulagen und Zuschläge auf die Mindest-Löhne werden ebenfalls um drei Prozent erhöht, jene auf die Ist-Löhne um 2,7 Prozent.

Der Vorsitzende der Berufsvereinigung der Arbeitgeber für die Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS), Volkshilfe-Präsident Josef Weidenholzer, bezeichnete die Vereinbarung als "gerade noch tragbaren Abschluss". Der Verhandlungsleiter der Arbeitnehmervertreter, Reinhard Bödenauer, freute sich über einen Reallohnzuwachs für die Beschäftigten.

Die Gewerkschaft verwies auch noch auf andere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die erreicht werden konnten. So werde die Elternkarenzzeiten für den Anspruch auf Urlaub, Abfertigung und Kündigungsfristen mit eingerechnet. Eine Verbesserung gebe es auch für die Anrechnung von Vordienstzeiten. Gleichzeitig habe eine klare und faire Regelung für den Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitbeschäftigte erreicht werden können. Bei den Gehaltseinstufungen seien neue Berufsgruppen entsprechend dem Sozialbetreuungsberufegesetz verankert worden. (APA)