Stuttgart - Die zunehmende Motorisierung in Indien sorgt bei dem weltgrößten Autozulieferer Bosch für gute Geschäfte. Der Umsatz der Bosch-Gruppe in dem Land steige 2007 um nahezu 20 Prozent auf rund 815 Mio. Euro an, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart. Der Chef der Sparte Kraftfahrzeugtechnik, Bernd Bohr, sagte: "Die Wachstumsdynamik Indiens spiegelt sich deutlich in unserer Geschäftsentwicklung wider."

Auch bei den Beschäftigten in Indien legte der Konzern kräftig zu. Anfang 2008 werde die Bosch-Gruppe dort mehr als 18.000 Mitarbeiter beschäftigen, das seien rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Neben dem Ausbau der Common Rail Diesel-Fertigung werde ab 2008 auch in die Produktion von Komponenten für Benzinsysteme investiert. Zusätzlich solle Ende 2008 eine ABS-Fertigung im Land anlaufen. Der Start einer Produktion für elektronische Steuergeräte sei für 2009 geplant.

In diesem Jahr werden bei Bosch den Angaben zufolge in Indien bereits 100.000 Common-Rail-Systeme produziert. 2010 sollen es rund 1,3 Mio. Systeme sein und 2013 soll die Zwei-Millionen-Marke erreicht werden. (APA/AP)