Eine Umverteilung der Gewinne erhofft sich Acer-Chef Gianfranco Lanci. Derzeit befinden sich Microsoft und Intel bei der Herstellung von Mikroprozessoren fast in einer Monopolstellung, die dem Herausforderer Acer nicht gefällt. "Wenn ich mir anschaue, wie sich andere Branchen im Lauf der Zeit entwickelt haben, dann war so ein Missverhältnis nie von Dauer", meint Lanci gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus.

Branchenspezifika

Momentan muss sich Acer mit sehr niedrigen Gewinnmargen zufriedengeben, obwohl das Unternehmen im Vergleich zu anderen Monopol-Herausforderern sehr gut dasteht. "Wenn man hört, dass eine Firma einen Gewinn von drei oder vier Prozent erwirtschaftet, denkt man ja eigentlich, dass das nicht gesund ist", sagt Lanci. In der PC-Branche gelte das durch den Konkurrenzkampf mit Microsoft und Intel jedoch als sehr gut.

Fortschritt

Hoffnung gibt dem Acer-Chef der technologische Fortschritt. Darin sieht er die große Chance für das Unternehmen, denn bald werden auch zweitklassige Prozessoren für viele PC-Nutzer leistungsstark genug sein. Intel wird von dieser Entwicklung wohl nicht profitieren, wie Lanci meint. Das einzig Wichtige sei den Kunden, dass das Gerät einwandfrei läuft. Wie der Antrieb funktioniert, würde ohnehin die meisten nicht interessieren. "Wenn Sie heute eine Waschmaschine kaufen, fragen Sie dann, was für ein elektrischer Antrieb drin ist? Niemand fragt danach", sagt Lanci. (pte)