Frankfurt - Der Kurs des Euro ist am Montag wieder über die Marke von 1,47 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,4710 Dollar gehandelt, nach dem sie im Vormittagshandel noch deutlich unter 1,47 Dollar notierte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4718 (Freitag: 1,4649) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6794 (0,6826) Euro.

Spannung vor US-Zinsentscheid

"Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage hat der Euro vermutlich seinen Tiefpunkt gesehen und konnte jüngst etwas zulegen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Mit Spannung blicke der Markt bereits auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Dienstagabend. Auch aufgrund der überraschend robusten US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag werde am Markt nunmehr lediglich ein "kleiner" Zinsschritt der US-Notenbank um 0,25 Punkte nach unten erwartet.

"Eine große Zinssenkung um 0,50 Punkte ist eher unwahrscheinlich", sagte Fritsch. An den Märkten würde ein solcher Schritt möglicherweise als "Paniksignal" interpretiert, was angesichts der zwar schwächeren, aber immer noch vitalen US-Konjunktur nicht angebracht sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71950 (0,72020) britische Pfund, 164,53 (163,38) japanische Yen und auf 1,6557 (1,6550) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 809,50 (792,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 17.520 (Freitag: 17.590) Euro. (APA/dpa)