Die ASFINAG beginnt heute auf der Südosttangente (A23) mit der ersten automatischen Vignettenkontrolle, kurz AVK, Österreichs. Nach einjährigem Testbetrieb werden die Kameras vorläufig für drei Tage scharf geschalten. Hat der Fahrer keine gültige Vignette auf seinem Fahrzeig, wird ihm ein Strafmandat zugeschickt.

Die neue, rote Vignette gibt es seit ersten Dezember. Bislang kontrollierten Polizei und ASFINAG-Mitarbeiter, jetzt geht auf der A23 die erste vollautomatische Vignettenkontrollanlage in Betrieb. Besonders auf der dicht befahrenen A23 ist es schwierig, einzelne Fahrzeuge herauszuwinken.

Kameras hängen über der Straße

Das System ist dem des Radarkastens ähnlich. Nur hängen die Kameras für die Vignettenkontrolle an Überkopfbügeln über der Autobahn. Jedes darunter durchfahrende Auto wird fotografiert, auf den Fotos sind Windschutzscheibe und Nummerntafel zu sehen. Die Bild- und Kennzeichendaten werden im Verdachtsfall einer manuellen Nachbearbeitung zugeführt.

"Die modernen Kameras erkennen, wenn ein Auto keine Vignette hat bzw. die geklebte Vignette nicht mehr gültig ist. Diese Fälle werden dann weitergeleitet, gegengeprüft und zu einer entsprechenden Anzeige gebracht", so ASFINAG-Direktor Klaus Schierhackl. In weiterer Folge ist der Ankauf von zehn Geräten geplant.

98 Prozent der Fahrer haben Vignette

Der Direktor verspricht sich von den verschärften Kontrollen vor allem, dass mehr Fahrer eine Vignette kaufen. Derzeit haben schon 98 Prozent eine Vignette, Ziel seien aber 100 Prozent. Jährlich wird die Anlage für rund 80 Einsätze in Betrieb gehen, eine flächendeckende Überwachung ist nicht geplant. Die Kosten pro Anlage belaufen sich auf rund 230.000 Euro netto. (red)