St. Pölten - Der australische Investor "APN/UKA European Retail Property Group" hat eigenen Angaben zufolge das Shopping-Center Traisenpark in St. Pölten gekauft. Nach der Übernahme des Shopping Center Nord (SCN) im Oktober des Vorjahres sei dies nun die zweite Übernahme eines Einkaufszentrums in Österreich. Das Objekt in der NÖ Landeshauptstadt sei von der Bauträger Austria Immobilien GmbH erworben worden, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Über die Kosten wurden keine Angaben gemacht.

Das 33.200 Quadratmeter umfassende Shopping-Center bleibe nach der Übernahme von APN/UKA unter der Leitung von Center-Manager Michael Maukner. Auch alle weiteren Mitarbeiter des Center-Managements wurden übernommen, hieß es in der Aussendung. APN/UKA habe sich für den Kauf entschieden, "da der Traisenpark die Nummer eins der Region ist und als zukunftsträchtiger Standort gilt. Der Traisenpark ist der Platzhirsch im Raum St. Pölten. Mit seinem attraktiven Angebot an Geschäften und seinem weitreichenden Einzugsgebiet bietet der Traisenpark für APN eine einmalige Gelegenheit das Engagement in Österreich weiter auszubauen. Erste Investitionen sind bereits für Mitte 2008 geplant", so Teresa Draxler, Asset Manager für APN Funds Management Deutschland & Österreich.

Branchenmix

Der in zwei Schritten 1992 erbaute und zehn Jahre später erweiterte Traisenpark in St. Pölten verfüge über rund 20.900 Quadratmeter Geschäfts- und 5.000 Quadratmeter Büroflächen. Darüber hinaus beherberge die Immobilie eine - derzeit stillgelegte - Eishalle mit 4.300 Quadratmetern und inkludiere etwa 1.000 Parkplätze. Der Branchenmix umfasse neben Supermärkten insgesamt 72 Fachgeschäfte, rund 440 Personen sind an dem Standort beschäftigt. Etwa 200.000 Einwohner aus den Bezirken St. Pölten, Krems, Tulln, Melk und Lilienfeld können das Einkaufszentrum innerhalb von 30 Minuten erreichen, hieß es in der Aussendung. 2006 seien in dem Shopping-Center 2,79 Mio. Besucher registriert worden.

Die APN/UKA European Retail Property Group setze auf Objekte mit langfristiger Zukunft wie den Traisenpark oder das SCN in Wien-Floridsdorf. Die Investoren schätzen laut Aussendung "die positiven Wirtschaftsdaten und die stabile politische Lage in Österreich und schließen daher auch weitere Käufe an attraktiven Standorten" in der Alpenrepublik nicht aus. (APA)