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Stimmen die Angaben, dann sind rund 25 Millionen Registrierungen eingegangen, um sich die 18.000 Karten zu Led Zeppelins Reunion-Konzert zu sichern. Darunter dürften natürlich auch einige automatisierte Anfragen und doppelte Bestellungen gewesen sein. Dennoch sind mit Sicherheit Millionen Rock-Fans auf der Strecke geblieben.

Amateure

"Macht nichts", werden sich viele gedacht haben, "dafür gibt es ja die Live-Streams und DVDs". Ein Irrtum, wie sich bald herausstellen sollte. Veranstalter Warner Music ließ sich den Verkauf von Werberechten und offiziellen Aufzeichnungen entgehen. Die Millionen Fans, die keine Karten mehr ergattern konnten, schauten durch die Finger - gäbe es da nicht Video-Portale wie Youtube.

Verboten

Nutzer stellten ihre Amateur-Aufzeichnungen ins Netz und ließen so auch Außenstehende am Großereignis teilhaben. Allerdings nicht lange. Denn der Medienkonzern untersagte den Portal-Betreibern die Veröffentlichung der Aufnahmen, die Filmchen in Web-Auflösung mussten wieder runtergenommen werden.

Katz und Maus

Dass dies natürlich zum Katz-und-Maus-Spiel ausarten würde, war vorhersehbar. Videos von einzelnen Songs sind immer noch abrufbar. Und Blog-Schreiber und Musik-Seiten stellen sich die Frage, weshalb Warner Music auf die digitale Verwertung überhaupt verzichtet. Weshalb sollen Fans, die nicht beim Konzert sein konnten, nicht daran teilhaben können. Und die Videos im Netz hätten dem Geschäft wohl auch kaum geschadet, sind sie doch eher ein Appetit-Anreger, aber kein Ersatz für offizielle Aufzeichnungen auf DVD. (red)