Boston - Die Französin Isabelle Dinoire, die erste Frau mit einem großflächig transplantierten Gesicht, ist mit dem ästhetischen Ergebnis des Eingriffs "sehr zufrieden", berichten die behandelnden Mediziner im "New England Journal of Medicine" vom Donnerstag ("NEJM", Bd. 357, S. 2451).

Foto: AP/New England Journal of Medicine
Isabelle Dinoire vier Jahre vor dem Hundebiss

Im November 2005 gab die weltweit erste großflächige Gesichtstransplantation der Französin ein neues Aussehen. Der untere Teil des Gesichts war von ihrem Hund zerfetzt worden. Die 38-jährige hatte dann ein Dreieck aus Nase, Mund und Kinnpartie von einer hirntoten Organspenderin erhalten.

Foto: AP/New England Journal of Medicine
Ein Jahr nach der Operation (November 2006), mit Makeup

Heilung

Sechs Monate nach dem Eingriff waren die Empfindlichkeit für leichte Berührungen sowie für Hitze- und Kältereize zurückgekehrt. "Die psychologische Akzeptanz des Spendergesichtes verbesserte sich mit seiner besser werdenden Funktion", schreiben die Ärzte. Zehn Monate nach der Operation konnte die von Psychologen betreute Dinoire ihre Lippen ganz schließen. Nach 18 Monaten konnte sie wieder normal lächeln, heißt es in dem Bericht, der die Zeit bis zu 18 Monate nach dem Eingriff inkludiert. Wie's Dinoire indessen, 24 Monate nach der OP geht, wurde nicht bekannt. (APA/dpa/red)

Foto: AP/New England Journal of Medicine
Foto vom Juni 2007, 18 Monate nach dem Eingriff, ohne Makeup