Rom - Nach dem Ende eines dreitägigen wilden Streiks der Lastwagenfahrer in Italien hat sich die teils chaotische Lage im Land wieder beruhigt. Die Blockaden, die seit Montag zu langen Staus und Behinderungen geführt hatten, seien am Donnerstag komplett aufgehoben worden, berichteten italienische Medien. Auch Tankstellen und Supermärkte wurden wieder beliefert. Am Mittwoch waren die Regale der meisten Geschäfte fast leer gewesen; auch das Benzin an den Tankstellen war knapp geworden.

Die Gewerkschaften, die den Streik ursprünglich bis Freitag fortführen wollten, hatten am Mittwochabend nach Zugeständnissen des Verkehrsministers Alessandro Bianchi angekündigt, die Blockaden aufzuheben. Der Minister sei ihnen in der Frage der Vertragsbedingungen, der geforderten Mindesttarife und einer Kontrolle der Preise entgegengekommen, hieß es.

"Wir werden in Zukunft noch härter daran arbeiten, dass sich so etwas nicht wiederholt", sagte Ministerpräsident Romano Prodi. Die Regierung hatte bereits am Dienstagabend angeordnet, dass die Streikenden bis Mitternacht ihre Blockaden beenden sollten. Lastwagenfahrer, die weiterhin Straßen blockierten, mussten mit einer Anzeige rechnen. (APA/dpa)