Wien - Aufregung gibt es um ein Fotoshooting der Modekette Don Gil, für das das Holocaust-Mahnmal am Judenplatz in der Wiener Innenstadt als Hintergrund gedient hat. "Für uns ist das Verwenden des Holocaust-Mahnmals für Werbezwecke in höchstem Maße deplatziert und geschmacklos", sagte eine Sprecherin der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) am Freitag zur APA. Seitens des Bekleidungsunternehmens sagte Sprecher Thomas Hahn: "Wir können uns im Nachhinein nur entschuldigen." Von der Homepage sollen die Fotos nun entfernt werden.

Fotoshooting

Das Shooting habe dem Gon Gil-Sprecher zufolge bereits vor drei Monaten für das Magazin des Modeunternehmens stattgefunden. Man habe einen öffentlichen Platz in Wien mit einer "schönen und cleanen Optik" gesucht. Dabei habe man "möglicherweise nicht an alles gedacht", so Hahn zur APA. "Wenn sich jemand dadurch verletzt fühlt, tut uns das sehr leid." Im übrigen trete das Unternehmen gegen jede Form von Intoleranz ein.

Hahn sagte, dass man die Fotostrecke, die vor geraumer Zeit im Magazin der Modekette veröffentlicht worden sei, dort nicht mehr herausnehmen könne. "Wir werden aber selbstverständlich überall, wo wir reagieren können, die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört unter anderem die Homepage, von der wir die Fotos herunternehmen können", kündigte der Don Gil-Sprecher an. (APA)