London - Die englische Fußball-Premier-League steht vor einem "Super Sunday", denn die vier großen Clubs treten in direkten Duellen gegeneinander an. Der viertplatzierte Rekordmeister Liverpool (30 Punkte/1 Spiel weniger) empfängt den an der zweiten Stelle rangierenden Titelverteidiger Manchester United (36), Spitzenreiter Arsenal (37) trifft im heimischen Emirates Stadium in einem Londoner Derby auf den Tabellen-Dritten Chelsea (34).

Liverpool mit neuer Motivation

Liverpool strebt mit der Moral-Injektion des 4:0-Auswärtssieges in Marseille und dem damit verbundenen Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League ein Ende der jüngsten Negativserie gegen ManU an der Anfield Road an, schließlich gingen die "Reds" in den jüngsten fünf Liga-Partien vor eigenem Publikum gegen die Ferguson-Truppe bei einem Remis gleich viermal als Verlierer vom Platz.

Während den Liverpool-Stars jedoch noch die Strapazen der entscheidenden Champions-League-Partie in Südfrankreich in den Knochen stecken, konnte es sich ManU-Coach Alex Ferguson beim 1:1 auswärts gegen AS Roma leisten, eine verstärkte B-Elf aufs Feld zu schicken, immerhin hatten die "Red Devils" das Achtelfinal-Ticket bereits zuvor in der Tasche. Der Schotte freut sich schon auf den dichten Spielkalender rund um Weihnachten. "Der Dezember ist immer ein großer Monat für uns. Für uns läuft es da immer gut, mit so vielen Spielen, das liegt uns."

"Ganz wichtige Phase"

Auch der wiedergenesene Chelsea-Goalie Petr Cech blickt den bevorstehenden fünf Spielen innerhalb von 16 Tagen optimistisch entgegen. "In meiner ersten Saison bei Chelsea waren wir zu Weihnachten fünf Punkte hinter Arsenal, danach waren wir fünf Punkte vorn. Das ist eine ganz wichtige Phase", erklärte der Tscheche, dessen Club auf Goalgetter Didier Drogba (Knieoperation) verzichten muss.

Bei Arsenal hingegen könnte der zuletzt schmerzlich vermisste Cesc Fabregas sein Comeback geben. Der spanische Mittelfeldspieler, der es in der laufenden Saison bereits auf elf Treffer gebracht hat, laborierte zuletzt an einer Muskelverletzung. Dafür wird Robin van Persie voraussichtlich nicht in der Anfangsformation aufscheinen, da dem Niederländer, der in der Champions League gegen Steaua Bukarest nach zweimonatiger Knieverletzung wieder zum Einsatz kam, noch die Matchpraxis fehlt. (APA/Reuters/dpa)