Bild nicht mehr verfügbar.

Griechenlands Arbeitsminister Magginas schlug nun über die Stränge.

Foto: APA/EPA/Dolega
Athen - Der griechische Arbeitsminister Vassilis Magginas ist am Samstag zurückgetreten. Dem 58-Jährigen, der nur siebeneinhalb Monate im Amt war, wurde in Zeitungsberichten vorgeworfen, in seinem Ferienhaus Einwanderer illegal beschäftigt zu haben. Hinzu kamen Berichte auf den Titelseiten aller griechischen Zeitungen am Samstag, wonach beim Bau des Hauses Bauvorschriften nicht eingehalten wurden.

Der Minister war bereits vor wenigen Wochen in Kritik geraten, weil seine Tochter bei der halbstaatlichen Telefongesellschaft (OTE) im Schnellverfahren angestellt worden war.

Neue Ministerin

Der Rücktritt ist nach Einschätzung politischer Beobachter ein Schlag gegen die Glaubwürdigkeit der Regierung des konservativen griechischen Premiers Kostas Karamanlis. Der entlassene Minister versuchte nämlich seit drei Monaten, die Griechen über die Notwendigkeit tiefer Reformen im Bereich Pensionen zu überreden. Dabei hatte Magginas mehrmals die griechischen Arbeitgeber kritisiert, weil sie Schwarzarbeiter beschäftigen. Die Gewerkschaften riefen am vergangenen Mittwoch zum Generalstreik gegen die geplante Pensionsreform auf und kündigten weitere Proteste an.

Neue Ministerin für Beschäftigung und Soziales wurde die frühere Kulturministerin Fani Palli Petralia, teilte ein Sprecher der Regierung mit. (APA)