Als "klare Entscheidung" hat VP-Generalsekretär Hannes Missethon den Beschluss von Innenminister Günther Platter (V) bezeichnet, der 15-jährigen Arigona Zogaj und ihrer Mutter kein humanitäres Bleiberecht zu gewähren. "Nach mittlerweile acht abgewiesenen Verfahren von unabhängigen Gerichten ist die Entscheidung gefallen", bekräftige Missethon. Nun droht den Frauen die Abschiebung in den Kosovo. Der VP-Politiker appellierte an Betreuer und Berater der Zogajs, "nicht weiter Hoffnungen zu wecken". In den kommenden Monaten gelte es vielmehr, "eine Perspektive im Kosovo zu entwickeln". Falsche Hoffnungen würden nur erneute Enttäuschung hervorrufen. In Zukunft müssten zwar diejenigen mit einem positiven Asylbescheid "aus ganzem Herzen" unterstützt werden, meinte Missethon. "Alles andere ist aber über das System der Zuwanderung zu regeln. Das dürfen wir nicht vermischen." Gerade der Fall Zogaj habe gezeigt, "dass die Änderung des Asylgesetzes 2005 höchst notwendig war", argumentierte der VP-Politiker. Viele seien unter dem "Deckmantel Asyl" nach Österreich gekommen, die eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge gewesen seien. (APA)