Der steirische Landeshauptmann Franz Voves hat am Montag im Pressefoyer nach der letzten Sitzung der steirischen Landesregierung vor Weihnachten Stellung zum Fall Arigona genommen: "Ich halte das für eine Schande für die Wohlstandsgesellschaft, dass wir dieses Problem nicht schon längst im Stillen und humanitär gelöst haben" - unter "Rücksichtnahme auf die junge Dame, damit sie nicht so in die Öffentlichkeit gezerrt wird". Man müsse sich vorstellen, was in so einem Fall in einem jungen Menschen vorgehe - er halte die Entscheidung von Minister Günther Platter für ein "schändliches Beispiel", so der steirische LH auf eine Journalistenanfrage am Rande des Pressefoyers. "Wenn dafür Gesetze als Basis vorhanden sind, dann haben wir halt ein unmenschliches Gesetz. Dann muss man bereit sein, das Gesetz zu ändern." Knapp fiel der Kommentar von LHStv. Hermann Schützenhöfer von der Volkspartei aus: "Ich habe den Erklärungen des Bundeskanzlers und des Innenministers nichts hinzuzufügen." (APA)