Kaiserslautern - Der Nähmaschinenhersteller Pfaff hat sich frisches Geld bei seinem Mehrheitsgesellschafter GCI besorgt. Die GCI Bridge Capital AG habe im Zuge einer Kapitalerhöhung 700.000 Stückaktien zum Preis von insgesamt rund 1,67 Mio. Euro gezeichnet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Kaiserslautern mit. Mit dem Geld wolle Pfaff seine Marktposition weiter stärken, erklärte der Vorstandschef der Pfaff Industrie Maschinen AG, Peter Schwenk. Der Schwerpunkt liege dabei auf der Umsetzung eigener, erfolgreich gestarteter Produktentwicklungen. Schwenk schloss aber auch "zielgerichtete, strategische Akquisitionen" nicht aus.

Er kündigte weitere kurzfristige Kapitalerhöhungen zur Umsetzung dieser Strategie an. Die Investmentgesellschaft GCI mit Sitz in München war Ende 2005 bei dem damals finanziell schwer angeschlagenen Traditionsunternehmen eingestiegen. Im Jänner 2007 brachte GCI Pfaff nach harten Einschnitten am Stammsitz Kaiserslautern, wo rund ein Viertel der Belegschaft gehen musste, wieder an die Börse.

Pfaff ist Spezialist für Industrienähmaschinen und Schweißmaschinen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit gut 700 Menschen. In Kaiserslautern entsteht zur Zeit ein neues Werk, einen zweiten Produktionsstandort gibt es im chinesischen Taicang. (APA/dpa)