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Motion Picture Association of America Chairman und CEO Dan Glickman

AP Photo/Carolyn Kaster
Das Verfahren zwischen den Vertretern der US-Filmindustrie, MPAA, und den Betreibern des Torrent-Trackers TorrentSpy wird frühzeitig beendet. Die Angeklagten hätten laut der zuständigen Bundesbezirksrichterin vom Central District of California systematisch Hinweise und Beweismittel, die auf Copyright-Verstöße hingewiesen hätten, vernichtet, Falschaussagen geleistet und man habe sich somit auch der Verletzung von Urheberrechten schuldig gemacht. Damit gab sie dem Antrag dem US-Filmindustrieverband statt.

Vertuschung

Die TorrentSpy-Betreiber hätten unter anderem Forenbeiträge gelöscht, die auf Urheberrechtsverstöße hingewiesen hätten. Genauso wurden Verzeichnisse mit Copyright-geschützten Inhalten vernichtend sowie IP-Adressen von Usern. Nachdem TorrentSpy in einer ersten Reaktion auf die Klage der MPAA im Februar 2006 noch beschwichtigte, auf keine geschützten Werke zu verweisen, bleibt den Angeklagten mittlerweile nur noch über die Höhe des Strafmaßes zu verhandeln.

Leid und Freud

Während der Verteidiger von einer "unfairen" und "drakonischen" Entscheidung sprach, feierte die MPAA ihren Sieg. Laut den Industrievertretern führen illegale Kopien von geschützten Werken weltweiten zu einem jährlichen Schaden von 11 Milliarden Dollar. (red)