Wien - Dass Heizen immer mehr zum Luxus wird kritisiert die Arbeiterkammer (AK) am Mittwoch in einer Aussendung. In den vergangenen fünf Jahren hätten sich die Heizölpreise von fast 40 Cent je Liter auf knapp 80 Cent pro Liter verdoppelt. Heuer stieg der Heizölpreis durchschnittlich von 0,606 Euro pro Liter auf 0,778 Euro pro Liter.

AK-Berechnungen ergaben, dass ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Litern in der heurigen Heizsaison 2.330 Euro zahlt. Das seien um knappe 520 Euro mehr als noch im Frühjahr bzw. um fast 1.200 Euro mehr als noch vor fünf Jahren.

Im kommenden Jahr soll Heizen noch teurer werden, so die AK. Ab 1. Juli 2008 wird die Mineralölsteuer für schwefelhaltiges Heizöl um 3,6 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer erhöht. Ein Durchschnitts-Haushalt zahlt dann künftig um weitere 108 Euro mehr. In Österreich heizt rund eine Million Haushalte mit Heizöl.

Während die Heizölpreise seit 2002 um 100 Prozent gestiegen sind, seien die durchschnittlichen Nettoeinkommen nur um knapp elf Prozent erhöht worden, so die AK. Die Schieflage werde "immer ärger", kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel und fordert, dass Heizen leistbar sein muss. Die AK verlangt daher Förderungen für einkommensschwache Haushalte und für energiesparende Maßnahmen. (APA)