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Alte Bären können wertvoll sein. Bei Auktionen winken oft hohe Gewinne.

Foto: APA
Wien – Wenn am heutigen Heiligen Abend die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt werden, könnte es sein, dass der eine oder andere ein langes Gesicht macht. Denn nicht immer ist der Beschenkte mit seinem Präsent glücklich. Doch was auf den ersten Blick wenig Euphorie auslöst, könnte sich später als wertvoll herausstellen.

Da wäre zum Beispiel der klassische Teddybär. Für Liebhaber haben so manche Bären einen großen Wert, wenngleich die alten Bären – von Traditionsmarken wie etwa Steiff – zunehmend von Billigspielzeug aus China verdrängt werden. Steiff hat daher seine Produktion erweitert und stellt auch Schildkröten, Tiger oder Eisbären nach dem Vorbild des Eisbärenbabys "Knut" her. Bevor Kuscheltiere also vorschnell auf Versteigerungsplattformen wie Ebay landen, lohnt ein Blick auf die Marke, denn vielleicht entsteht in einigen Jahren ein Kult um "Kuschel-Knuts".

Barbies um 7000 Euro Auch Plastik kann letztendlich Bares wert sein. Alte Barbiepuppen, aus dem Ursprungsjahr 1958/59, sind bei Auktionen schon für knapp 7000 Euro versteigert worden. Aber auch ältere Barbiemodelle, etwa die asiatische Barbie "Takara Minh", die ein echtes graues Nerzjäckchen trägt, kosten rund 4500 Euro.

Ausschlaggebend für die Höhe des Wertes sind die Mengen der hergestellten Puppen, das Alter und die Qualität. Auch Sondereditionen lassen Sammlerherzen höher schlagen. Wer allerdings hofft, dass die Barbie unterm Weihnachtsbaum einmal wertvoll wird, sollte sie besser nicht auspacken. Wird die Puppe aus ihrer Verpackung genommen, sinkt automatisch der Wert.

Zinnsoldaten

Zinnfiguren, vor allem jene, die in alten Formen gegossen wurden, können die Geldbörsen ihrer Besitzer auffetten. Denn die historischen Figuren werden bei Versteigerungen oft gesucht. Eine Gruppe von Zinnsoldaten hat bei Auktionen von Sotheby’s schon für mehr als 6000 Euro den Besitzer gewechselt. Figuren, die noch von Hand bemalt wurden und eine schöne Zeichnung haben, sind besonders begehrt.

Auf Schiene können die Gewinne gebracht werden, wenn sich alte Züge, Schienen oder Bahnhofsteile in den Packerln finden. Denn viele dieser Anfertigungen gelten heute schon als Rarität und sind daher bei Sammlern beliebt.

Wer nicht sicher ist, ob sein Spielzeug oder andere Artefakte, die unterm Weihnachtsbaum oder bereits länger im Kasten liegen, wertvoll sind, kann dies bei Spielzeugbörsen testen. Auch dort wird für Raritäten oder Liebhaberstücke oft tief in die Tasche gegriffen. Termine für die nächsten Sammelbörsen gibt es unter www.sammeln.at . (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24./25./26.12.2007)