Tokio - Dem japanischen Elektronikkonzern Sanyo droht wegen fehlerhafter Bilanzen die Streichung vom Kurszettel der Tokioter Börse. Der mit Verlusten kämpfende weltgrößte Hersteller von wiederaufladbaren Batterien musste die Bilanzen für die Muttergesellschaft für die vergangenen sechs Jahre korrigieren. Die Verluste sollen sich auf 484,5 Mrd. Yen (2,9 Mrd. Euro) summieren, nachdem zuvor 478,6 Mrd. Yen ausgewiesen worden waren. Als Konsequenz der Bilanzierungsfehler werden die Gehälter von sieben Spitzenmanagern gekürzt und Pensionszahlungen für Vorstandsmitglieder gestrichen. Die falsch kalkulierten Bilanzen hatten dazu geführt, dass irrtümlich Dividenden gezahlt wurden. Als Gründe für die Bilanzierungsfehler wurde ein unzureichendes internes Kontrollsystem genannt. Die Wertpapier-Aufsicht hat der Finanzaufsicht empfohlen, gegen Sanyo eine Strafe von 8,3 Mio. Yen zu verhängen. (dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.12.2007)